Ergebnisopportunismus im taeglichen Leben

Donnerstag, 21. August 2008

Es geht ein Lichtlein auf

Soeben das Prinzip von weißen Hemden verstanden; sie sind zwar massiv langweilig und bieder, bereiten aber bei der Wahl der Krawatte keinerlei Kopfzerbrechen.

Sonntag, 8. April 2007

Zugbeobachtungen #2

Gestern endlich mal wieder auf 'nem "Vierer" gemütlich gemacht. Kaum die Beine von sich gestreckt da klingelt hinter mir das mobile Telefon.
Sich umzudrehen und sich zu vergewissern wer da hinter mir sitzt wurde als zu dreist empfunden. Also muss die Person ohne Antlitz eingeordnet werden.
Weiblich, zwischen 15 und 17 bei nicht allzu hohem Bildungsgrad - daran zu erkennen, dass ihr beim Telefonieren die sonst übliche Verlegenheit, was durch leises Reden kund getan wird, vollkommen abgeht. Es werden nochmal ein paar db im Vergleich zur normalen Gesprächslautstärke draufgelegt damit ja keiner im Abteil auch nur eines ihrer Wörter falsch oder gar nicht verstehen könnte.
Typisches pupertäres Beziehungsgespräch. Immer wieder wird verischert, dass man doch in wenigen Minuten schon da sei und den anderern genau so sehr vermisse.
Die Pointe dann am Schluss. Nicht weniger als (noch gerade so) einhändig gezählte fünf Mal wird "Ich dich auch" erwidert bevor das Gespräch final beendet wird.

Dienstag, 6. März 2007

Ein großes Dankeschön

Heute an Bahlsen, die endlich die "Rekord"-Keksmischung wieder auf den Markt gebracht haben. Nachdem ich das Unternehmen wochenlang verflucht habe, weil es bei Kaufland nur noch die "Rekord Waffelmischung" gab, war ich letzte Woche umso glücklicher, als ich beim zufälligen Passieren des Keksregals die echte Rekord-Mischung wiederentdeckte. Allerdings ist es natürlich nicht einfach die alte Keksmischung, nein, die Tüte enthält jetzt "mehr Vielfalt" und "mehr Genuss", zumindest laut Aufschrift. Und ich muss sagen, die Aufschrift lügt nicht, es sind tatsächlich mehr verschiedene und dazu noch leckerere Kekse in der Packung. Die wichtigsten Features werden noch einmal auf der Packungsrückseite zusammengefasst, als da wären: "neue Gebäcke in modernen Formen" (ich hätte nicht gedacht, dass Gebäck moderne Formen braucht, aber der Keksdesigner hat seine Sache wirklich gut gemacht, die Kekse kann man getrost auf den Couchtisch einer Rolf-Benz-Sofagarnitur stellen), "+23% mehr Schokolade" (kommt nach meinen Schätzungen ungefähr hin, lobenswert ist vor allem die Abschaffung der halb in Schokolade getunkten Z's und Herzen, die nämlich nie halb in Schokolade getunkt waren, sondern meist nur zu einem Drittel. Die wurden ersetzt durch rhombenförmige und runde Kekse, die komplett mit Schokolade überzogen sind. Und das Wichtigste: Die Schokolade ist wieder die alte, nicht diese widerliche hellere die in den letzten Tagen der alten Rekord-Mischung verwandt wurde), "Öffnungshilfe" (habe ich persönlich jetzt noch nicht festgestellt, kann aber daran liegen, dass ich beim Aufreißen der Packung immer etwas zu gierig bin) und "Wiederverschluss" (ist ja inzwischen Standard, da man die Packung aber eh meist an einem Tag isst eigentlich unnötig).
Zu Bemängeln bleibt einzig die Anzahl der ekelhaften Waffeln, die nicht in dem Maße zurückgefahren wurde, wie ich es mir von einer wirklich gelungenen Keksmischung erwarte. Aber man kann wohl nicht alles haben.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass Bahlsen mit der Neuentwicklung der Rekord-Gebäckmischung ein echter Schritt nach vorne gelungen ist. Mag es auch ein kleiner Schritt für die Menschheit gewesen sein, so war es doch ein großer Schritt für die Welt der Keksmischungen.

Sonntag, 4. Februar 2007

Die Ferien des Herrn Gadijev

Herrvorragende Doku gerade auf dem Ersten über Russen, die in der Türkei Urlaub machen. Zitat:

Nach 7 Stunden trinken sind die Russen inzwischen bei Wodka Nummer 32 angekommen. [...] Die Hotelanlage hat seit neuestem einen eigenen Wodka-Importvertrag.

Sonntag, 21. Januar 2007

Tatort

Allen Warnungen vor gesetzlicher Überregulierung zum Trotz fordere ich ein Verbot von Jeanette-Biedermann-Auftritten im Tatort. Die ehemalige GZSZ-Darstellerin und Rock-Wurst hat es tatsächlich geschafft, seit ihrem Ausstieg aus der Soap-Branche den letzten Rest schauspielerichen Könnens zu verlernen, was noch augenfälliger wird, wenn sie neben ausgebildeten, ernstzunehmenden Schauspielern spielt.

Besonders menschenverachtend ist es dann, wenn das Drehbuch beim Zuschauer nach 20 Minuten die leise Hoffnung weckt, Jeanette Biedermann sei ermordet worden, nur um wenige Augenblicke später die unglückliche Verwechslung aufzuklären.

Nachtrag: Und dann muss auch noch der unglaublich engagierte und kumpelhafte Stefan Gwildis ("Wir kennen uns aus Brockdorf") seine demokratietreue beweisen. Vielleicht ist es besser, Musiker vollständig aus Fernsehproduktionen zu verbannen.

Nachtrag 2: So langsam bereitet mir dieser Tatort ernsthafte körperliche Schmerzen. Wer soll denn eigentlich glauben, dass Musiker den ganzen Tag in der Hotel-Lobby rumsitzen, nacheinander ihre größten Hits trällern und sobald die untätigen Kommissare auftauchen im Chor "They don't really care about us" anstimmen. Ich muss mich gleich übergeben.

Nachtrag 3: So findet der Film doch noch ein versöhnliches Ende: Immerhin war Jeanette Biedermann am Ende die Mörderin, was weitere Tatort-Auftritte zumindest unwahrscheinlich macht.

Sonntag, 7. Januar 2007

Ade!

Das schöne am Heimaturlaub sind ja immer wieder die Rituale wie das allsonntägliche Tatort-Gucken mit schlafenden Verwandten (denen man dann um Punkt 21:45 Uhr den Inhalt des Films ab ca. 20:21 Uhr referieren darf).

Weniger schön gestaltete sich der Sonntagabend regelmäßig wenn mal wieder der SWR an der Reihe war und einen seiner unsäglichen Bienzle-Tatorte über den Äther schickte. Bienzle war immer alles, was ich am Tatort gehasst habe: Die vorhersehbarsten Plots, die hölzernsten Dialoge, die flachsten Figuren und die schlechtesten Schauspieler. Dazu waren die Filme durchzogen von einem unerträglichen, schulterklopfenden Provinzialismus, der damit unterstrichen werden musste, dass grundsätzlich über die Hälfte aller Sprechrollen in breitestem (und damit völlig unverständlichem) Schwäbisch auf die Zuschauer losgelassen wurden.

Wie dem aufmerksamen Beobachter nicht entgangen sein wird, habe ich den letzten Absatz im Präteritum verfasst, und das aus gutem Grund: Heute abend hatte das Elend sein Ende und der SWR ein Erbarmen, Bienzle durfte das letzte Mal ermitteln. Zum Film selber muss nicht mehr viel gesagt werden, es war ein letzter Tiefpunkt, der Titel der Folge ("Bienzle und die große Liebe") soll als Hinweis auf die Qualität genügen.

Somit bleibt mir nur noch zu sagen: Ade, Bienzle, sagscht n Gruß daheim!

Montag, 25. Dezember 2006

...

Selbstreflexion als Obsession.

Sonntag, 24. Dezember 2006

Pflichtprogramm

So ganz ohne geht ja dann auch irgendwie nicht...

Allen ein frohes Weihnachtsfest (auch wenn ich es wohl 95% der Leser schon persönlich gewünscht habe).

Eigentlich müsste man ja jetzt noch einen richtigen Text über Weihnachten schreiben, und wenn man nur Weihnachten zu Hause ist ändert sich die Perspektive auch dermaßen, dass die Beobachtungen für einen Eintrag reichen würden. Auf der anderen Seite machen Rinderfilet und Rotwein dermaßen schreibfaul, dass schon das Beenden dieses Satzes zu einer titanischen Anstrengung ausartet.

Also feiert schön und lasst euch nicht verrückt machen.

Sonntag, 10. Dezember 2006

Die Lösung

Sabine Christiansen wäre ein gutes Stück weniger unerträglich würde die Redaktion einfach jede Woche Wladimir Kaminer einladen.

Donnerstag, 23. November 2006

Der nächste bitte

So viel Selbstironie hätte ich ProSieben gar nicht zugetraut: Nach der Entscheidung über die dritte Siegerin der aktuellen Popstars-Staffel wird deren Jubel doch tatsächlich mit Melanie C's "Next Best Superstar" unterlegt. Da hat wohl jemand in der Popstars-Redaktion das BRAVO-Songbook nicht genau gelesen...

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